Sakhalin II Öl- und Gasplattform
Plattformen Lun-A und PA-B Gleiten von 4 Stk. Ballastzellen und 4 Stk. Schäften.
Die beiden Offshore Öl- und Gasplattformen bestehen aus einer Basis, die 105 x 88 Meter Seitenlänge und eine Höhe von 13,5 Metern hat, sowie vier Türmen mit rund 56 Meter Höhe. Das Gesamtgewicht der Konstruktion beträgt 116,000 Tonnen. Neben der Ausführung des Unterbaus, einer Aufgabe des klassischen Gleitbaus wurden auch insgesamt 8 geneigte, geometrisch höchst komplizierte Türme (4 Türme Plattform „Lun- A" und 4 Türme Plattform „Pa-B") in patentierter konischer Gleitschalungstechnik im Trockendock von Vostochny Port realisiert. In Zusammenarbeit mit der TU-Graz sowie der FH-Johanneum entwickelten die Gleitbau-Ingenieure ein Verfahren, welches die stufenlose Verstellung des Schalungsgerätes anhand einer Computersimulation exakt beschreibt. Output dieser Simulation sind spezielle Geometrielisten, die der Baustellenbesatzung den Weg der selbstfahrenden Schalung vorgeben, und für eine kontrollierte Ausführung unerlässlich sind. Insgesamt kamen vier konische Schalungssätze zum Einsatz. Jeder dieser Türme ist ca. 56,00 Meter hoch, der Durchmesser beim Start beträgt ca. 26,00 m und verjüngt sich bis auf ca. 16,0 m am Schaftende. Die Neigung im Bereich der Hauptachse beträgt ca. 4 °. Im Startbereich beträgt die maximale Neigung ca. 8,0 ° und im LMU - Bereich ("Leg Mating Unit") ca. 13,0°. Die Wandstärke misst am Start 0,90 m, verringert sich mit zunehmender Höhe kontinuierlich auf 0,60 m und endet im LMU, als jenem Bereich, wo hochkonzentrierte Lasten aus dem Deckmodul in die Türme geleitet werden, mit unglaublichen 5,89 m! Pro Turm war eine Gleitperiode von 31 Tagen vorgesehen, die die Ausführung des sog. "LMU" am Turmende beinhaltet. Die Aussparung (Verankerungsöffnung) im Bereich des LMU wird durch eine separate Gleitschalung, die mit dem Hauptgerüst simultan hochgefahren wird, hergestellt. Der Durchmesser dieser Öffnung beträgt 3,87 m. Durch diese integrierte Lösung des Mitgleitens des "LMU", angestrebt und mitentwickelt von den GBG - Technikern, konnten einerseits wertvolle Bauzeiten als auch Kosten eingespart werden. Eine weitere Herausforderung die es zu bewältigen galt, war die hohe Dichte der Bewehrung, die sich vom Fundament in die Türme fortsetzte. Übergangsradien von weniger als 22 m zwischen den verschiedenen Bauwerksneigungen stellten die verwendete Gleitschalungstechnologie auf eine harte Probe. Insgesamt konnten sowohl der bis auf das Äußerste komprimierte Zeitplan, als auch die geforderten Bauwerkstoleranzen penibel eingehalten werden. Gleitbau-Salzburg war stets ein wesentlicher Bestandteil jedes Konstruktionsteams, das seit 1980 weltweit Ölplattformen in Stahlbeton ausgeführt hat, und kann während dieser Zeit mit der Errichtung von mehr als 20 bedeutenden Bauwerken dieser Art in Zusammenhang gebracht werden.
| Land | Rußland |
| Stadt | Vostochny |
| Jahr der Ausführung | 2004/2005 |
| Hauptunternehmer | Quattrogemini Ltd. |
| Höhe | 12 bzw. 56 m |
| Wandstärke | 0,90 / 0,60 / 0,40 bzw. 5,89 m im Bereich LMU |








