Konische Gleitschalung

Ursprünglich wurde die Gleitschalungstechnik für unveränderliche Querschnitte mit exakt vertikaler Orientierung konzipiert. Dann wurde dieses Verfahren für veränderliche Grundrissformen weiterentwickelt.

Die speziell für den Industrieschornstein- und Brückenbau Anfang der 1970-iger Jahre geschaffene konische Gleitschalung bietet die Möglichkeit, sich verjüngende bzw. aufweitende Grundrisse in stufenloser Änderung monolithisch herzustellen.

Beim Gleiten veränderlicher Querschnitte kommen horizontal verschiebbare Schalhautkonstruktionen zum Einsatz, die auf hydraulisch verstellbaren Einzügen montiert sind.

Der oben liegende Trägerstern bildet mit seinem Zentralstück das Turmzentrum ab und verbindet gewissermaßen alle Jochrahmen zu einem einheitlichen, geschlossenen Gerüst. Gleichzeitig dient er als obere Arbeitsbühne.

Abhängig vom Bauwerksdurchmesser und der Größe der vorgesehenen Nutzlasten kommen hohe gitterförmige Fachwerksträger, geschweißte Wabenträger oder auch nur einfache Walzträgerlagen zum Einsatz.

Trotz der Verwendung exakter Geometrielisten, die die auszuführende Konizität theoretisch beschreiben, bedarf es bei der Ausführung eines konischen Turmes einer großen Portion Gefühl und Erfahrung des verantwortlichen Gleitschalungsspezialisten vor Ort.

Es ist auch hier der Mensch und nicht die Maschine das Maß aller Dinge.
Es gibt viele Einflussfaktoren, die die endgültige geometrische Genauigkeit des zu schalenden Bauwerkes beeinflussen. Bis heute ist es nicht möglich, sie alle exakt vorauszuberechnen. Unter den verschiedensten Einsatzbedingungen rund um den Globus verhält sich der komplexe Baustoff Beton zu unterschiedlich.

Möglicherweise ist das der Grund, warum die Gleitbau Salzburg die konische Gleitschalungstechnik weltweit als einzige Firma anbietet.